Zeitleiste

Seit 1155

 

gelangt die älteste Burg und die Siedlung in den Besitz der Hohenstaufen unter Pfalzgraf Konrad.

1196

 

wird "Heidelberch" erstmals urkundlich erwähnt.

1225

 

erhält Herzog Ludwig von Bayern die Pfalzgrafschaft und damit die Burg, die urkundlich erwähnt wird. Im Jahr 1303 ist von zwei Burgen die Rede, wovon die höher gelegene 1537 bei einer Pulverexplosion zerstört wird. An der Stelle der unteren Burg entstand dann das Schloss.

1359

 

erhalten die Pfalzgrafen in der "Goldenen Bulle" neben der Kurfürstenwürde weitreichende Rechte.

1386

 

wird die älteste Universität im heutigen Deutschland durch Kurfürst Ruprecht I. in Heidelberg gegründet.

1400

 

erhält Kurfürst Ruprecht III. die Königswürde: Ruprecht I. von der Pfalz.

1508-44

 

erneuert Kurfürst Ludwig V. die Wehranlagen und Wirtschaftsgebäude im Schloss.

1537

 

zerstört ein Blitzschlag die obere Burg.

1556-59

 

lässt Kurfürst Ottheinrich den wohl schönsten Renaissance-Palast nördlich der Alpen errichten.

1610

 

wird von Kurfürst Friedrich V. der berühmte Schlossgarten (Hortus Palatinus), der Englische Bau und das Elisabethentor errichtet.

1619

 

wählen die protestantischen Stände in Böhmen Friedrich den V. zum König.

1620

 

verliert er die "Schlacht am Weißen Berge" gegen den Kaiser und gleichzeitig Kur- und Königswürde.

1622

 

erobert der kaiserliche Feldherr Tilly Stadt und Schloss Heidelberg.

1623

 

verschleppen die Kaiserlichen die berühmte "Pfälzer Bibliothek" (Biblioteca Palatina, heute im Vatikan) als Kriegsbeute. Das Land verliert durch den Krieg drei Viertel seiner Bevölkerung.

1649

 

wird der Westfälische Friede geschlossen: die Pfalz erhält eine neue Kurwürde. Kurfürst Karl Ludwig lässt Schloss und Universität erneuern.

1685

 

stirbt mit Kurfürst Karl II. die Linie Pfalz-Simmern aus. König Ludwig XIV. von Frankreich erhebt für seine Schwägerin Liselotte von der Pfalz ohne deren Einverständnis Erbansprüche. Der pfälzische Erbfolgekrieg beginnt.

1688/89

 

nehmen im Verlauf des pfälzischen Erbfolgekrieges die französischen Truppen Heidelberg ein und zerstören vor dem Rückzug das Schloss und die Stadt sowie Dörfer und Städte in der Rheinebene.

1693

 

besetzen Ludwigs Truppen erneut Heidelberg, sprengen sämtliche Festungen und brennen die Stadt nieder.

ab 1697

 

kehren die Heidelberger in die Stadt zurück und beginnen mit dem Wiederaufbau.

1720

 

wird die Residenz der Kurfürsten nach Mannheim verlegt.

ab 1742

 

beginnt Kurfürst Karl Theodor mit dem Wiederaufbau des Schlosses.

1764

 

zerstört während der Wiederaufbauarbeiten ein Blitzschlag weitere Schlossgebäude, die Arbeiten werden daraufhin eingestellt.

1803

 

fällt Heidelberg an das Großherzogtum Baden. Karl Friedrich lässt die Universität neu gründen.

ab 1810

 

beginnt der französische Emigrant Charles Graf von Graimberg mit der Konservierung der Schlossruine und dem Aufbau einer historischen Sammlung.

1848

 

beschließt eine Konferenz in Heidelberg die Einberufung einer deutschen Nationalversammlung in Frankfurt.

1860

 

wird das Schloss zum ersten Mal "bengalisch" beleuchtet.

um 1900

 

kommt es zu Restaurierungen und historisierenden Ausbauten des Schlosses.

1945

 

wird die Stadt unversehrt der amerikanischen Militärführung übergeben. Die Universität wird wiedereröffnet.

seit 1987

 

betreut die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg Schloss Heidelberg.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook