Romantik pur: Die berühmteste Ruine der Welt

Schloss Heidelberg

Lustwandeln mit Blick auf Heidelberg

Der Stückgarten

Vom Stückgarten aus hat man einen der schönsten Blicke auf Schloss Heidelberg und hinunter auf die am Neckar gelegene Altstadt. Ein beliebtes Fotomotiv ist das stattliche Elisabethentor, ein fürstliches Geburtstagsgeschenk aus dem 17. Jahrhundert.

Ansicht des Dicken Turms von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Am Fuß des Dicken Turms liegt der Stückgarten.

Befestigung mit grandiosem Ausblick

Westlich des Schlosses hatte Ludwig V. um 1525 einen mächtigen Wall künstlich aufschütten und ummauern lassen. Hier positionierte der Kurfürst Kanonen zur Verteidigung seiner Residenz. Diese wurden auch „Stücke“ genannt. Der Unterbau des Dicken Turms und das einst fünfgeschossige Rondell sind letzte Zeugnisse der alten Befestigung. Die geborstene Mauerschale des Rondells ist heute als Terrasse hergerichtet und bietet einen grandiosen Ausblick weit in die Rheinebene.

Detail aus einem Kupferstich von Schloss und Schlossgarten Heidelberg von Matthäus Merian um 1620; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Der historische Stückgarten.

Umwandlung zum Lustgarten

Der auf angemessene Repräsentation bedachte Kurfürst Friedrich V. beauftragte seinen Baumeister Salomon de Caus um 1613 mit der Umwandlung des Stückgartens in einen privaten Lustgarten für seine Gemahlin. Die freie Fläche auf den Wällen wurde nun ummauert und durch ein Vogelhaus im Süden abgeschlossen. Das nebenan gelegene prächtige Elisabethentor gewährte Zutritt. Im Garten führte eine kleine Allee zum Englischen Bau. Zierbeete erfreuten das Auge der Kurfürstin und ihrer Damen.

Ansicht des Elisabethentors im Stückgarten von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Liebesbeweis für eine anspruchsvolle Ehefrau.

Das Elisabethentor

Das Elisabethentor im Stückgarten ist ein wahres Kleinod – auch ein Auftrag von Friedrich V. an Salomon de Caus. Er ließ es 1615 für seine Ehefrau Elizabeth Stuart erbauen. Der Legende nach war es ein Geburtstagsgeschenk und soll in nur einer Nacht errichtet worden sein. Das triumphbogenartige Bauwerk ist mit feinem Skulpturenschmuck verziert. Im steinernen Laubwerk verstecken sich zahlreiche Tiere wie Frösche, Eidechsen und Eichhörnchen.

Mehr erfahren

Kunstwerke & Räume

Bitte wählen Sie maximal 5 Schlagwörter aus.