Romantik pur: Die berühmteste Ruine der Welt

Schloss Heidelberg

Italienische Renaissance in Heidelberg

Der Gläserne Saalbau

Der Gläserne Saalbau ist ein beeindruckendes Zeugnis früher Architektur der Renaissance in Schloss Heidelberg. Mit seinen italienischen Arkaden verbindet er die beiden schönsten Bauten von Schloss Heidelberg: Friedrichsbau und Ottheinrichsbau.

Ansicht des Gläsernen Saalbaus von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Arkadengänge schmücken die Fassade.

Italienisches Flair

Der vergleichsweise schlichte Gläserne Saalbau liegt heute zwischen Friedrichsbau und Ottheinrichsbau. Sein Bauherr war Kurfürst Friedrich II., der von 1544 bis 1556 regierte. Er ließ die Fassade durch Arkadengänge im Stil der italienischen Renaissance gliedern. Das Gebäude erhielt seinen Namen durch einen prunkvollen Saal im Obergeschoss, der einst mit venezianischem Spiegelglas verziert war. Die einzelnen Stockwerke ließen sich über den auf der rechten Seite angebauten Treppenturm erreichen.

Blick durch die Arkaden des Gläsernen Saalbaus von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Renaissancesäulen tragen ein gotisches Gewölbe.

Verlust und Neubeginn

Der Gläserne Saalbau verlor sein Dach im Feuersturm von 1764. Nur die Arkadengänge, die vor der Fassade standen, sind heute noch überdacht. 2011 sicherte die Bauverwaltung das erste, ausgebrannte Stockwerk durch ein gewölbtes Glasdach, das dem historischen Namen Rechnung trägt. Hier werden in den nächsten Jahren attraktive Flächen für Veranstaltungen entstehen. Bei einer Schlossführung genießt man von den Arkaden einen schönen Blick in den Schlosshof und auf den benachbarten Ottheinrichsbau.

Ansicht des Glockenturms von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Glockenturm mit Blick auf die Scheffelterrasse.

Ein „hoher“ Nachbar

Neben dem Gläsernen Saalbau befindet sich der achteckige Glockenturm. Zu seiner heutigen Gestalt trugen mehrere Kurfürsten bei. Der zu Beginn des 15. Jahrhunderts errichtete Geschützturm wurde im Laufe der Jahrhunderte verstärkt, erhöht und schließlich als Glocken- und Aussichtsturm genutzt. Die Mauer des im 18. Jahrhundert ausgebrannten Turms wird seit einigen Jahren behutsam gesichert und in Stand gesetzt.

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