Romantik pur: Die berühmteste Ruine der Welt

Schloss Heidelberg

Ahnengalerie aus Stein

Figuren am

Friedrichsbau

Bereits beim Betreten des Schlosshofes zieht die Fassade des Friedrichsbaus die Aufmerksamkeit an. Sie ist reich mit Figuren geschmückt. Bauherr Friedrich IV. zeigte hier eine ideale Ahnengalerie des kurfürstlichen Hauses und demonstrierte allen Zeitgenossen seinen Machtanspruch.

Detail der Statue von Kurfürst Friedrich IV.; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz

Die Pfälzer Wittelsbacher

In drei bis vier Jahren schufen der Bildhauer Sebastian Götz aus Chur und der Baumeister Johannes Schoch zu Beginn des 17. Jahrhunderts das fantastische Figurenprogramm am Friedrichsbau. In der unteren Reihe ist rechts als letzte Skulptur der Bauherr Friedrich IV. dargestellt. Er sieht sich selbst in einer Linie mit den übrigen Herrschern der bedeutenden Dynastie der Wittelsbacher, die er durch Großvater, Vater und Onkel in derselben Reihe darstellen lässt.

Ansicht des Friedrichsbaus von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ursula Wetzel

Ahnengalerie aus Stein.

Kaiser und Könige

Darüber folgen in der zweiten Reihe ausgewählte Vertreter der ersten Wittelsbacher am Rhein wie zum Beispiel Kurfürst Ruprecht I., der Gründer der Heidelberger Universität, oder der bücherliebende und baufreudige Kurfürst Ottheinrich. In der dritten Reihe stehen die Kaiser und Könige, die aus dem Geschlecht der Wittelsbacher hervorgegangen sind. Den höchsten Platz an der Fassade nehmen die „Väter“ des Geschlechts ein wie Karl der Große oder Otto von Wittelsbach.

Ansicht des Flurs im Friedrichsbau von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Heute vor Witterung geschützt untergebracht.

Rechtmässiger Herrscher über ein blühendes Land

Friedrich IV. stellte sich als rechtmäßiger Herrscher über ein blühendes, ertragreiches Land dar. Auf den kleinen Schaugiebeln stehen Figuren, die das verdeutlichen: die Göttin der Gerechtigkeit und die weiblichen Figuren des Frühlings und des Sommers. Aus konservatorischen Gründen wurden um 1900 die Skulpturen an der Fassade durch Kopien ersetzt. Die originalen Figuren befinden sich heute im Inneren des Friedrichsbaus.

TIPP

Kommen Sie den überlebensgroßen Figuren im Friedrichsbau im Rahmen von Schlossführungen ganz nahe!

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