Romantik pur: Die berühmteste Ruine der Welt

Schloss Heidelberg

Hier ist tierisch viel los!

Naturschutz in Schloss

Heidelberg

Schloss Heidelberg ist nicht nur Besuchermagnet, sondern auch wichtiger und oft einziger Lebensraum für viele tierische Schlossbewohner. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg engagieren sich hier besonders im Schutz bedrohter Tierarten.

Zwergfledermaus; Foto: Koordinationsstelle Fledermausschutz Nordbaden

Ein Fliegengewicht: die Zwergfledermaus.

Von Zwergen und Grossen Mausohren

Schloss Heidelberg ist das bedeutendste Winterquartier für Fledermäuse in Nordbaden. Hier leben die Zwergfledermaus, die nur so viel wiegt wie zwei Stück Würfelzucker, und das Große Mausohr. Sie ist mit 40 Zentimetern Flügelspannweite die größte heimische Fledermausart. In den Wintermonaten hängen die Fledermäuse in Mauerfugen und kleinen Deckenlöchern in den Kasematten, Türmen und einigen Palastbauten. Wird ihr Winterschlaf gestört, so schwärmen sie aus und verlieren ihren angefutterten Winterspeck, was zu ihrem Tod führen kann. 

Erdkröte; Foto: Naturschutzbund Heidelberg, Christel Pietsch

Eine Erdkröte auf Schneckenjagd.

Erdkröten und Grasfrösche

Im März wandern diese Amphibien aus den oberhalb des Schlosses gelegenen feuchten Wäldern zu ihren Laichgewässern im Schlossgarten. Dabei sind sie vielen Gefahren wie zum Beispiel Straßenüberquerungen ausgesetzt. Die Weibchen tragen die Männchen „huckepack“ zu den Laichgewässern. Hier geben die Erdkröten Laichschnüre ab, die aus bis zu 8.000 Eiern bestehen können. Laichballen der Grasfrösche werden in vegetationsreichen, flachen Gewässern abgesetzt und können mehrere Quadratmeter Fläche bedecken.

Ein Grasfrosch und ein Krötenpärchen im Schlossgarten Heidelberg.

Bergmolche im Laichbecken; Foto: Naturschutzbund Heidelberg, Christel Pietsch

Bergmolche im Laichbecken.

Bergmolche und Feuersalamander

Bergmolche sind etwa 8 bis 12 Zentimeter groß und lieben waldreiche Gebiete. Sie halten sich während der Laichzeit im Frühjahr im Schlossgarten Heidelberg mit seinen kleinen Gewässern und Brunnen auf. Die Männchen sind während der Paarungszeit leuchtend blau gefärbt, die Weibchen dagegen schlichter. Bergmolche nutzen im Sommer, genauso wie die ebenfalls im Schlossgarten lebenden Feuersalamander, die vielen Ritzen in den Schlossgarten-Stützmauern als kühle Tagquartiere.

Ein Feuersalamander versteckt sich im Laub.

Zweifarbfledermaus; Foto: Koordinationsstelle Fledermausschutz Nordbaden

Zu Besuch in Heidelberg: die Zweifarbfledermaus.

Wie können Sie helfen?

Lärm, Licht und Erschütterungen wecken überwinternde Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bestimmte Veranstaltungen zwischen Oktober und April in einigen Bereichen des Schlosses nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sind. Bitte belassen Sie Amphibien und Reptilien in ihrem Lebensraum. Und achten Sie bitte bei Einbruch der Dunkelheit darauf, die geschützten Amphibien auf den Wegen im Schlossareal nicht zu zertreten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!