Truly romantic: the world-famous ruins

Heidelberg Palace

Ansicht von Schloss Heidelberg; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Petra Schaffrodt
In zahlreichen Verstecken

Die Fledermäuse

Schloss Heidelberg ist ein imposantes Bauwerk mit vielen Ecken und Winkeln. Dass hier bereits seit dem 19. Jahrhundert besondere Bewohner unterwegs sind, ist weniger bekannt. Viele Fledermausarten bevölkern das Schloss und haben dort ein festes Zuhause gefunden.

Besucher in Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Mike Niederauer

Trotz viel Trubel leben zahlreiche Fledermäuse im Schloss.

Fledermäuse sind Teil der Artenvielfalt

Kaum zu glauben, dass bei dem ganzen Trubel in und um die Schlossanlage in Heidelberg eine so große Artenvielfalt besteht: Neben Erdkröten und Grasfröschen, Bergmolchen und Feuersalamandern sind Fledermäuse die mit Abstand interessantesten und zugleich gefürchtetsten tierischen Bewohner. Dabei gibt es keinen Grund, Angst vor den kleinen, faszinierenden Flugsäugern zu haben: Hierzulande ernähren sie sich lediglich von Insekten und gehören zu den stark bedrohten Tierarten.

Seltene Fledermausarten im fürstlichen Zuhause

Schloss Heidelberg ist für mehrere Fledermausarten zu einem festen Zuhause geworden. Und das ist auch wichtig, denn das Schloss ist mit seinen zahlreichen Versteckmöglichkeiten für sie ein geeignetes Winterquartier. Gleich acht Arten – nämlich die Zwergfledermaus, das Große Mausohr, die Breitflügelfledermaus, das Graue und das Braune Langohr, die Zweifarbfledermaus, die Fransenfledermaus und die Mopsfledermaus – machen es sich in ihrem fürstlichen Zuhause gemütlich.

Zwergfledermaus; Foto: Fledermausschutz Nordbaden, Monika Braun
Mausohr; Foto: Fledermausschutz Nordbaden, Brigitte Heinz
Zweifarbfledermaus; Foto: Fledermausschutz Nordbaden, Brigitte Heinz

Seltene Fledermausarten haben in Schloss Heidelberg ein Quartier gefunden.

Die Schlossruine von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Viele Versteckmöglichkeiten in den alten Schlossmauern.

Ein perfektes Versteck

Fledermäuse gibt es bereits seit über 50 Millionen Jahren auf der Erde – und schon immer mochten sie möglichst dunkle und abgeschiedene Lebensorte. Schloss Heidelberg bietet da ideale Versteckmöglichkeiten: Die nachtaktiven Bewohner überwintern beispielsweise im Hirschgraben, im Torturm, im Ludwigsbau, im Gesprengten Turm oder im Glockenturm. Bis die Tiere aus ihrem Winterschlaf erwachen und auf dem weitläufigen Schlossgelände wieder nach Insekten jagen, bleiben diese und andere Orte zum Schutz der Fledermäuse für Besucher gesperrt.

Schloss Heidelberg am Abend; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Petra Schaffrodt

In der Abendsonne besonders schön: Schloss Heidelberg.

Zauberhaftes Vergnügen in den Abendstunden

Die kleinen Flugkünstler sollen in ihren Winterquartieren nicht gestört werden. Doch in den Sommermonaten kann man sie dafür umso besser bei ihren abendlichen Streifzügen beobachten. Bei einem Spaziergang durch den Heidelberger Schlossgarten in der Abenddämmerung kann man den ein oder anderen Blick auf die umherschwirrenden Fledermäuse erhaschen und die Schönheit des Schlossgartens genießen – wenn die letzten Sonnenstrahlen alles in ein zauberhaftes Gold tauchen. 

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