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Truly romantic: the world-famous ruins

Heidelberg Palace

Tuesday, 18 June 2019

Heidelberg Palace | Tours & events

Herausragende Architektur: Meisterwerke der Baukunst im Schlossensemble

Der Tag der Architektur am 25. Juni ist Anlass, auf ein Meisterwerk der Baukunst hinzuweisen: das Heidelberger Schloss, das zu den prominentesten Schlossbauten Europas gehört. Neue bauhistorische Forschungen zeigen die vielfältigen stilgeschichtlichen Bezüge der in Heidelberg tätigen Baumeister innerhalb Europas und bestätigen den außergewöhnlichen Rang des Renaissance-Ensembles, das seine französischen Vorbilder erkennen lässt. Eine Sonderführung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Rahmen des Themenjahrs „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten“ nimmt die Besucher am Tag der Architektur mit auf eine „Architektonische Entdeckungstour“ durch die weltberühmte Schlossanlage.

ÜBERRAGENDE BAUGESCHICHTLICHE BEDEUTUNG 

Der Tag der Architektur am 25. Juni stellt die Leistungen der Architekten in den Mittelpunkt – und die sind beim Heidelberger Schlossensemble wegweisend – nicht nur in der Renaissance. Die Kurfürsten versammelten die besten Architekten ihrer Zeit und schufen Generation um Generation Palastbauten von europäischem Rang. Was entstand, ist ein Palastensemble, das noch in seinem Zustand als Ruine erkennen lässt, welche Bedeutung es im 16. und 17. Jahrhundert hatte. Fachleute ziehen die bedeutendsten heute noch stehenden Schlossarchitekturen zum Vergleich für das heran, was Heidelberg einst vorstellte: etwa Fontainebleau, das repräsentative Renaissanceschloss der französischen Könige. Und sie nennen die für viele Generationen wegweisenden Bauten des Norditalieners Andrea Palladio, dessen geniale Architekturerfindungen bis heute Inspiration für die Architekten sind.

 

MEISTERWERKE DER RENAISSANCE

Die Arkadengänge am Gläsernen Saalbau von 1549 sind nicht nur exemplarisch für süddeutsche Schlossbauten der Frührenaissance, sondern auch eine ganz besonders frühe Ausprägung dieser Bauform. Der Ottheinrichsbau, erbaut 1556-1559, ist berühmt als Meisterwerk der Renaissance und geradezu das Idealbild eines deutschen Renaissance-Palastes. Die Fassade ist überwältigend reich geschmückt. Giebel, Säulen und Skulpturen nach antiken Vorbildern zeigen, dass der Architekt die großen Lehrmeister aus Italien kannte. Ab 1612 errichtete Kurfürst Friedrich V. den letzten Palast im Schlossensemble, den Englischen Bau. Die klaren Formen orientieren sich am Vorbild des italienischen Architekten Andrea Palladio – und die Prunkfassade, die sich der Stadt zuwendet, ist Vorbild für eine Reihe prominenter Palastbauten in Böhmen. Weit über die Zerstörung hinaus wirkten die Renaissancebauten: Sie prägten die Architektur in Heidelberg über lange Zeit, besonders deutlich sichtbar an den Gründerzeitbauten etwa der Universitätsbibliothek und den großen Villen an den Hängen des Neckartals, die alle ihre Inspiration von der Buntsandsteinruine des Schlosses bezogen. Und um 1900 war es die herausragende Architektur der Heidelberger Schlossbauten, an der sich Begriff und Theorie der Denkmalpflege bildete.

 

ARCHITEKTONISCHER RUNDGANG AM TAG DER ARCHITEKTUR

Am Tag der Architektur, den 25. Juni, richtet die Sonderführung „Erbaut, zerstört und restauriert – eine architektonische Entdeckungstour“ um 16.00 Uhr die Aufmerksamkeit auf das Schicksal der Paläste der Kurfürsten: „Zerstört auf Geheiß des Sonnenkönigs Ludwig XIV. von Frankreich“ war eine typische Auskunft über das Schloss. Die Wertschätzung der Ruine wiederum geht auf das Engagement des französischen Emigranten Charles de Graimberg zurück, der sich große Verdienste um den Erhalt der Anlage erwarb. Der Umgang mit dem Schloss über die Jahrhunderte steht im Vordergrund bei diesem Rundgang – unterwegs auf kaum bekannten Pfaden und zu Details, die unterwegs entdeckt werden können.

 

VIELFALT DES THEMENJAHRES

Zahlreiche neu konzipierte Sonderführungen lassen die vielfältigen Einflüsse des mächtigen Nachbarlandes für die Kurpfalz und Schloss Heidelberg sichtbar werden: etwa die Führung „Charles de Graimberg – ein Franzose rettet das Schloss“ am 1. Dezember oder „Bienvenue Madame de Bourbon Montpensier“ am 29. Dezember. Auf die „Spuren Victor Hugos und anderer Romantiker“ können sich die Besucher von Schloss Heidelberg am 30. Juni und 6. Oktober begeben. Die Programmvielfalt im Themenjahr „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten“ ist groß: Besondere Führungen, Feste, Märkte und Konzerte wechseln sich ab mit Ausstellungen, Lesungen und Vorträgen. Alle Informationen gibt’s im Internet unter www.ziemlich-gute-freunde.de. Dort kann man auch den umfangreichen Prospekt mit einer Auswahl der besten Veranstaltungen herunterladen oder ihn über die Internetseite bestellen.

 

 

SERVICE

 

Sonderführung zum „Tag der Architektur“

„Erbaut, zerstört und restauriert – eine architektonische Entdeckungstour“

 

Termin

Dienstag, 25. Juni, 16.00 Uhr

 

Referentin

Dr. Barbara Clemens

 

PREIS

Erwachsene 6,00 € zuzüglich Schlossticket (8,00 €)

Ermäßigte 3,00 € zuzüglich Schlossticket (4,00 €)

 

WEITERE TERMINE

Sonntag, 14. Juli 2019| 14:30 Uhr

Sonntag, 24. November 2019| 14:30 Uhr

 

INFORMATIONEN UND ANMELDUNG (erforderlich)
Service Center der kurpfälzischen Schlösser Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen
Telefon +49 (0) 62 21 . 6 58 88-0
Telefax +49 (0) 62 21 . 6 58 88-18

service@schloss-heidelberg.com
 

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photo credit

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Petra Schaffrodt

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