Romantik pur: Die berühmteste Ruine der Welt

Schloss Heidelberg

Montag, 22. Mai 2017

Schloss Heidelberg | Führungen & Sonderführungen

SONDERFÜHRUNGSPREMIERE AM PFINGSTSONNTAG

Das Schloss als bedeutender Ort der Reformation: Es hat seinen Grund, dass 1563 hier der „Heidelberger Katechismus“ entstand. Bereits zwanzig Jahre zuvor hatte sich Kurfürst Ottheinrich dem Luthertum zugewandt – und sein Palast, gebaut in den Jahren 1556 bis 1559, lässt sich als antikatholisches Signal verstehen. Auch die anderen spektakulären Schlossbauten – Friedrichsbau und Englischer Bau – sowie der Hortus Palatinus entpuppen sich als Zeichen protestantischen Machtbewusstseins. Daran knüpft die neue Sonderführung „Eine feste Burg ist unser Schloss“ an, die am Pfingstsonntag, den 4. Juni startet – eine weitere Führungspremiere der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg im Rahmen des Themenjahrs 2017 „ÜBER KREUZ“.

Reformation im Spiegel der Architektur – neue Sonderführung zum Themenjahr 2017

Das Schloss als bedeutender Ort der Reformation: Es hat seinen Grund, dass 1563 hier der „Heidelberger Katechismus“ entstand. Bereits zwanzig Jahre zuvor hatte sich Kurfürst Ottheinrich dem Luthertum zugewandt – und sein Palast, gebaut in den Jahren 1556 bis 1559, lässt sich als antikatholisches Signal verstehen. Auch die anderen spektakulären Schlossbauten – Friedrichsbau und Englischer Bau – sowie der Hortus Palatinus entpuppen sich als Zeichen protestantischen Machtbewusstseins. Daran knüpft die neue Sonderführung „Eine feste Burg ist unser Schloss“ an, die am Pfingstsonntag, den 4. Juni startet – eine weitere Führungspremiere der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg im Rahmen des Themenjahrs 2017 „ÜBER KREUZ“.

REFORMATION UND ARCHITEKTUR
Schloss Heidelberg war die Residenz der pfälzischen Kurfürsten, die sich früh der Reformation anschlossen. Im Auftrag des Kurfürsten entstand hier der „Heidelberger Katechismus“ – bis heute gültig. Das Schloss wurde zur glanzvollen Bühne der mächtigen evangelischen Kurfürsten: Die konfessionellen Glaubenskämpfe lassen sich an den prachtvollen Gebäuden ablesen. Mit seinem Palast zeigte etwa Kurfürst Ottheinrich seine Bedeutung im gesamten europäischen Machtgefüge: Unter seiner Herrschaft entwickelte sich die Kurpfalz zu einem Zentrum der lutherischen Konfession. „Eine feste Burg ist unser Gott. Die Reformation und die Kurpfalz“ – die neue Sonderführung der Staatlichen Schlösser und Gärten, die am Pfingstsonntag um 14.30 Uhr stattfindet, lässt diese konfliktreiche Zeit lebendig werden.

DER FRIEDRICHSBAU ALS REFOMATORISCHES BEKENNTNIS
Der Bauherr Friedrich IV., der reformierte Kurfürst, ließ ähnlich wie am Ottheinrichsbau die Figuren an der Fassade seines 1601-1607 entstandenen Wohnpalastes „sprechen“. Eine ideale Ahnengalerie des kurfürstlichen Hauses sollte seinen Machtanspruch demonstrieren. So findet der Betrachter auch den Kurfürsten selbst dargestellt als letzten Vertreter einer illustren Ahnenreihe – die Dynastie erscheint als tragendes Fundament der konfessionellen Orientierung.

VIELFALT DES THEMENJAHRES
Im Zentrum des Themenjahres „ÜBER KREUZ“ stehen die Schlösser von Heidelberg und Weikersheim, Kloster Maulbronn sowie, als bedeutende Schauplätze der Gegenreformation, die Klöster Schussenried, Ochsenhausen und Heiligkreuztal. Insgesamt machen 14 Monumente in ganz Baden-Württemberg mit. Die Programmvielfalt im Themenjahr ist groß: Besondere Führungen, Feste, Märkte und Konzerte wechseln sich ab mit Ausstellungen, Lesungen und Vorträgen. Alle Informationen gibt’s im Internet unter www.ueber-kreuz2017.de. Dort kann man auch den umfangreichen Prospekt mit einer Auswahl der besten Veranstaltungen herunterladen oder ihn über die Internetseite bestellen.