Mittwoch, 30. November 2016

Schloss Heidelberg | Allgemeines BLICK AUF DIE VERGANGENE SAISON UND AUSBLICK

Schloss Heidelberg steht glänzend da – das bestätigt eine aktuelle Untersuchung im Auftrag der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Bei einem Pressetermin im Schloss gab es aktuelle Zahlen, die die wachsende Bedeutung des Schlosses für den Tourismus belegen.

Glänzende Noten von den Besuchern für Schloss Heidelberg

Schloss Heidelberg steht glänzend da – das bestätigt eine aktuelle Untersuchung im Auftrag der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Bei einem Pressetermin im Schloss gab es aktuelle Zahlen, die die wachsende Bedeutung des Schlosses für den Tourismus belegen.

ERGEBNISSE EINER AKTUELLEN BEFRAGUNG
Um mehr über die Besucherstruktur und über die Motivation, die Zufriedenheit und die Erwartungen ihrer Gäste zu erfahren, haben die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg 2016 eine repräsentative Umfrage gestartet: Fast 4.200 Menschen an den 16 besucherstärksten der insgesamt 59 Monumente wurden mündlich und schriftlich interviewt – darunter auch Gäste in Schloss Heidelberg. Es ist die zweite Untersuchung dieser Art; zuletzt wurden die Schlösser-Besucher im Jahr 2011 befragt. Mit 3,77 Millionen Gästen im Jahr 2016 sind die Staatlichen Schlösser und Gärten der größte kulturtouristische Anbieter in Baden-Württemberg mit dem umfangreichsten Vermittlungspotential. Schloss Heidelberg mit weit über einer Million Gästen im Jahr hat daran einen ganz wesentlichen Anteil.

POSITIVE WERTE BESTÄTIGEN DEN WEG
Die Ergebnisse der Befragung ergeben durchweg ein positives Bild. Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit dem Besuchserlebnis – erhoben für alle Monumente – geben 94% der Besucher an, „sehr zufrieden“ zu sein. 2011 waren es noch 86%. 96% sind bereit, den Besuch im jeweiligen Monument weiterzuempfehlen, ebenfalls mehr als 2011. Dass gleichzeitig die absolute Besucherzahl zwischen 2010 und 2016 von 3,3 auf 3,77 Millionen gestiegen ist, mag ein Indikator sein, wie unmittelbar sich diese Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft auswirken.

AUFGABEN DER STAATLICHEN SCHLÖSSER UND GÄRTEN WERDEN GESEHEN
Zugleich lässt sich aus der Untersuchung auch ablesen, dass die Besucher klare Vorstellungen besitzen, welche Aufgaben die Staatlichen Schlösser und Gärten haben. Erhalten, Bewahren, Vermitteln, Vermarkten: Diese Aufgaben werden in ihrer ganzen Breite wahrgenommen – auch das ist ein Erfolg. Wichtig für die Staatlichen Schlösser und Gärten ist zudem die Bekanntheit als Marke. Und auch hier hat sich einiges getan: Bei allen Besuchergruppen konnten die Staatlichen Schlösser und Gärten ihre Bekanntheit von 13% auf 34% erhöhen; dies entspricht einer Steigerung von über 160%. „Wir können daraus deutlich ablesen, dass die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg auf dem Weg zu einer starken kulturtouristischen Marke sind, mit der die Menschen ein qualitätsvolles Vermittlungs- und Erlebnisangebot verbinden“, erläutert Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten die Ergebnisse.

MEHR ERSTBESUCHER IN SCHLOSS HEIDELBERG
Bei den Ergebnissen für Schloss Heidelberg seien besonders zwei Daten von großer Bedeutung, erläutert Michael Hörrmann: Die berühmte Schlossruine hat den Anteil der Erstbesucher von 37 % im Jahr 2011 auf spektakuläre 62 % in der aktuellen Untersuchung steigern können. Zugleich nehmen diese erstmaligen Besucher inzwischen im Durchschnitt eine Anfahrt von 685 km auf sich. 2011 lagen die Wohnorte noch durchschnittlich 300 km entfernt von Heidelberg. „Wenn man zudem berücksichtigt, dass hier nur deutschsprachige Besucherinnen und Besucher befragt wurden, ist das Ergebnis noch spektakulärer“, erklärt Michael Hörrmann. „Schloss Heidelberg hat damit eine unglaubliche Verbesserung seiner Position als überregionales Reiseziel erreicht.“

HÖHERE ZUFRIEDENHEIT MIT DEM BESUCH
Auch die Gesamtzufriedenheit mit dem Besuch im Schloss hat zugenommen. 97 bis 100 % aus allen Besuchergruppen wollen den Besuch im Schloss weiterempfehlen. 64 % der Erstbesucher haben vor, wiederzukommen, 4 % mehr als vor 5 Jahren: „Angesichts der fast 700 km langen durchschnittlichen Anreise ist das eine erstaunliche Zahl“, sagt der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten. Die Schlossgäste wurden auch gefragt, wovon sie im Schloss mehr hören und erfahren möchten. Die Top-Nennungen: vom Leben in vergangenen Zeiten, von der Baugeschichte und mehr über historische Persönlichkeiten. „Das ist unsere Aufgabenstellung“, sagt Michael Hörrmann. „Darauf sollen unsere Führungs- und Veranstaltungsangebote in Zukunft noch mehr eingehen“. Weitere Zahlen zur Wahrnehmung des Schlosses: 89 % der Schlossbesucher zeigen sich mit ihrem Erlebnis sehr zufrieden – und 97 % sind mit der erlebten Führung sehr zufrieden. Hier hat sich das Schloss gesteigert: Der Wert lag vor fünf Jahren noch bei 89%. Im Schnitt haben die Besucher des Schlosses ein Tagesbudget von 50 € – bei einem Schlosseintritt von 7 € bleiben 43 € Kaufkraft pro Kopf in Heidelberg. „Das ergibt bei der hohen Jahresbesucherzahl von über einer Million im Schloss eine beträchtliche Kaufkraft“, fasst Michael Hörrmann zusammen.

BLICK AUF DIE SAISON 2016
Schloss Heidelberg konnte in der Saison mit mehreren erfolgreichen Veranstaltungen das Publikum ans Schloss binden. Das traditionelle „Frühlingserwachen“ am 17. April mit kurzen „Schnupperführungen“ war gut besucht. 2016 eröffnete dieser Tag zugleich das Themenjahr „Welt der Gärten“ unter anderem mit Familienführungen, historischen Spielen und Mitmach-Aktionen im Apotheken-Museum. Ungewöhnliche Führungen erweiterten das Angebot im Schloss, etwa die Sonderführung, die sich mit Spiel und Sport am Hof der Kurfürsten befasst und dabei die „Paille-Maille“-Bahn, ein historisches Spielfeld auf den Schlossterrassen, erlebbar macht. Viel Aufmerksamkeit erregte die Schlossführung für Hundebesitzer am Welthundetag im September. Neu war, ebenfalls im September, das große Familiengartenfest. Schöner als zuvor präsentieren sich inzwischen wieder die Schlossterrassen: Der Abschluss einer Großveranstaltung im Schlossgarten bot die Gelegenheit, anschließend die Rasenfläche der Gartenterrasse grundlegend zu sanieren. Derzeit findet an den Adventswochenenden die „Adventsmusik im Schlosshof“ statt: Chöre aus der Region, eingeladen von den Staatlichen Schlössern und Gärten, musizieren im Heidelberger Schloss und singen und spielen Weihnachtliches – zur Freude der Schlossgäste aus aller Welt.

FORSCHUNG AM SCHLOSS UND SEINER GESCHICHTE
Dass das altbekannte Heidelberger Schloss bei weitem noch nicht in all seinen Details untersucht und erforscht ist, erwies sich, als im letzten Winter der Bauhistoriker Julian Hanschke sein umfangreiches Werk über das Schloss vorstellte. Mit detailreichen Rekonstruktionen auf der Grundlage der Quellen konnte der Wissenschaftler dem Schloss ein sehr eindrückliches Gesicht in den Epochen verleihen. „Für die Staatlichen Schlösser und Gärten ist es ganz wesentlich, dass zu den Monumenten ständig geforscht wird“, stellt Geschäftsführer Michael Hörrmann fest. Die Untersuchungsergebnisse von Julian Hanschke, so erläutert er, haben inzwischen längst Eingang in die Schlossführungen gefunden. Neu dazu kommt nun noch ein kurzer Film, der das Schloss im rekonstruierten Zustand zeigt – von allen Seiten und im Vogelflug. Der Dreiminüter ist ab sofort im Internet unter www.schloss-heidelberg.de zu bestaunen – und ab Frühjahr auch beim Schlossbesuch. Ganz neu auch: eine 3D-Rekonstruktion des Schlosshofes auf der Grundlage der Hanschke-Forschungen, die, ebenfalls ab Frühjahr, im Schlosshof per Smartphone abrufbar sein wird.

BELIEBTHEIT UND HOHE BESUCHERZAHLEN
Dass Schloss Heidelberg im Jahr 2016 auf Platz 2 aller deutschen Monumente rangiert, wenn es um die Beliebtheit bei Touristen aus aller Welt geht – und damit die unangefochtene Nummer 1 in Süddeutschland ist – ergänzt das positive Bild des Jahres. Schloss und Altstadt von Heidelberg haben diesen Spitzenplatz in der diesjährigen aktuellen Umfrage der DZT, der Deutschen Zentrale für Tourismus, erreicht. Befragt wurden über 40.000 Deutschland-Reisende aus 66 Ländern. Das drückt sich auch in Zahlen aus: Bereits am 14. November – eine Woche früher als im Jahr zuvor – erreichte die Besucherzahl 2016 die Millionenschwelle. Schon im Vorjahr 2015 war die Besucherzahl um 2,4 % auf 1.158.693 Gäste angewachsen. Ebenfalls eine positive Entwicklung: 50 % der Schlossbesucher nutzen inzwischen die Bergbahn. Und stabil sind auch die Zahlen der Schlossverwaltung für die Führungen, bei Sonderführungen gab es sogar ein Plus von 6 %.

BLICK AUF 2017 UND DAS REFORMATIONSJAHR
„ÜBER KREUZ. Reformation und Gegenreformation in Klöstern und Schlössern“ – so lautet im Reformationsjahr 2017 der Titel des kommenden Themenjahres bei den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. „Heidelberg als herausragende Residenz der evangelischen Kurfürsten der Pfalz wird dabei eine große Rolle spielen“, kündigt Frank Krawczyk, der Leiter des Bereichs Kommunikation bei den Staatlichen Schlössern und Gärten an. Hier entstand der bis heute gültige „Heidelberger Katechismus“. Herrscher und Hof, Universität und Theologen prägten das Bild dieses glänzenden Hofes des 16. und 17. Jahrhunderts. „Wie in den zurückliegenden Themenjahren werden wieder viele Schlösser und Klöster der Staatlichen Schlösser und Gärten mit dabei sein, so dass sich im ganzen Land ein spannendes Programm mit den Ereignissen vor 500 Jahren und ihren Auswirkungen befasst“, erläutert Frank Krawczyk das dezentrale Konzept des Themenjahres. Zugleich präsentierte der Leiter der Kommunikation das Erscheinungsbild des nächsten Jahres: eine vielschichtige Collage von Holzschnitten und Radierungen aus der Reformationszeit und der Renaissance, die, farbig angelegt, die ganze Vielfalt des Themas zeigen sollen. Mit dabei: das Elisabethentor aus dem Heidelberger Schloss! Der Titel „ÜBER KREUZ“ steht für die Aspekte des Ringens um Macht und Religion und für den Kampf mit Wort und Bild. „Mit seiner modernen Typografie bricht der Titel bewusst mit der Collage und deren historischen Motiven“. Start ins Themenjahr „ÜBER KREUZ“ ist landesweit am 2. April 2017.

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