Mittwoch, 1. März 2017

Schloss Heidelberg | Führungen & Sonderführungen SONDERFÜHRUNG ZUM WELTFRAUENTAG AM 8. MÄRZ

Ein mächtiger Hof – bedeutende Fürstinnen: An der Residenz der Kurfürsten von der Pfalz lebten einflussreiche Frauen. Daran erinnern die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg am 8. März, am Internationalen Frauentag, und präsentieren eine neue Führung. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Lebensgeschichten: Zum einen geht es um Elisabeth Stuart, Prinzessin von England und Schottland. Sie heiratete Kurfürst Friedrich V., der als „Winterkönig“ später wenig politisches Glück haben sollte. Kaum weniger prominent aber ist ihre Hofdame Amalia zu Solms-Braunfels, die in dieser neuen Sonderführung vom Leben und der Liebe der Königstochter erzählt, vom Glanz des Hofes, aber auch von Intrigen.

Eine Königstochter am Heidelberger Hof. Sonderführungs-Premiere am Weltfrauentag

EINE KURFÜRSTIN UND IHRE HOFDAME
Nach der aufsehenerregenden Hochzeit mit Kurfürst Friedrich V. am Valentinstag 1613 kommt Elisabeth Stuart mit großem englischen Gefolge im Juni desselben Jahres in Heidelberg an. In ihrem deutschen Personal befindet sich eine ehrgeizige Hofdame: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels (geboren 1602 auf Schloss Braunfels – gestorben 1675 in Den Haag). Ihr Leben sollte verschränkt sein mit dem der Elisabeth Stuart – und ihr Verhältnis voller Spannungen. Die Hofdame heiratet den späteren Generalstatthalter der Niederlande, Prinz Friedrich-Heinrich von Oranien und wird zur mächtigen Rivalin Elisabeth Stuarts. Prinzessin Amalias Hofhaltung verlieh dem Palast in Den Haag königlichen Glanz. Amalias Enkel, Wilhelm von Oranien, herrschte nach der Glorreichen Revolution als König in England. Doch eigentlich beginnt die Geschichte in Heidelberg.

EIN SCHLOSS FÜR DIE KÖNIGSTOCHTER
Die Eheschließung des pfälzischen Kurfürsten Friedrich V. mit der englischen Königstochter Elisabeth Stuart (1596-1662) erregte im Jahr 1613 die Aufmerksamkeit in ganz Europa. Die „Hochzeit von Themse und Rhein", wie sie zeitgenössische Autoren nannten, wurde durch prächtige Inszenierung zu einem Ereignis ersten Ranges. Das Paar verlebte sechs glückliche Jahre auf dem Heidelberger Schloss, das Friedrich V. für Elisabeth ausbauen ließ. Neben der Errichtung des „Englischen Baus“ wurde auch begonnen, den legendären Hortus Palatinus anzulegen. 1619 entschied sich der Kurfürst jedoch, die böhmische Königskrone anzunehmen. Diese Provokation erwiderte der habsburgische Kaiser Ferdinand II. militärisch: Der Dreißigjährige Krieg begann – und Elisabateh musste ihrem Mann nach Hollandm ins Exil folgen. 1632 starb Friedrich von der Pfalz, erst 16 Jahre später ihr Sohn Karl Ludwig das Kurpfälzer Fürstentum wiedergewinnen. Noch mehr Schicksalsschläge widerfuhren der Stuart-Prinzessin: 1649 wurde ihr Bruder, der englische König Karl I., hingerichtet. Als 1660 ihr Neffe als Karl II. den englischen Thron bestieg, kehrte Elisabeth in ihre Heimat zurück. 1662 starb sie in London.

FÜR DIE RECHTE VON FRAUEN SEIT 1911
Der Internationale Frauentag wird weltweit am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Die Idee dazu kam aus den USA. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Acht Jahre später – am 19. Januar 1919 – fand in Deutschland mit der Wahl der Nationalversammlung die erste Wahl statt, bei der Frauen das aktive und passive Wahlrecht besaßen. Das Frauenwahlrecht war erreicht, der Internationale Frauentag für Frauenrechte wurde jedoch beibehalten. Seit 1921 findet er am 8. März statt.

SERVICE
Sonderführung
„Elisabeth Stuart hält Hof“. Gräfin zu Solms-Braunfels berichtet aus erster Hand
Referentin: Lucia Thelen

TERMIN
Mittwoch, 8. März 2017, 17.00 Uhr

PREIS
Erwachsene: € 6,00 zzgl. € 7,00 Schlossticket
Ermäßigte: € 3,00 zzgl. € 4,00 Schlossticket

Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich.

INFORMATION UND ANMELDUNG
Schloss Heidelberg
Schlosshof 1
69117 Heidelberg

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Telefon +49 (0) 62 21 . 6 58 88-0
Telefax +49 (0) 62 21 . 6 58 88-18
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